Erstes Derby der Saison: Am Samstag ist die HSG Konstanz um 20 Uhr zu Gast bei Drittliga-Neuling HSG Albstadt und darf sich auf einen Vergleich mit kurzer Anreise und vielen eigenen Fans im Rücken freuen. Außerdem auf das Wiedersehen mit Ex-Spieler Gregor Thomann.
Kein Spiel für die HSG Konstanz liegt in der 3. Liga näher. Je nach Route etwas unter oder über 100 Kilometer – da darf man auch einmal von Derby sprechen. Zumal das Spiel einige emotionale Komponenten bereithält. Allen voran das Wiedersehen mit dem ehemaligen Publikumsliebling und Top-Torschützen Gregor Thomann, der zusammen mit seinem Zwillingsbruder Julian die HSG Albstadt in der letzten Saison zum erstmaligen Aufstieg in die 3. Liga führte. Bereits in der Vorbereitung traf man dann in Albstadt in einem Vorbereitungsturnier aufeinander. Damals behielt die Konstanzer HSG mit 27:21 die Oberhand. Seitdem ist die Mannschaft von der Schwäbischen Alb jedoch um einige Erfahrungen in der dritthöchsten Spielklasse reicher. Allerdings noch immer ohne Punkt.
Für die HSG Konstanz beginnen mit dieser Partie die Derbywochen. Zunächst bei der HSG Albstadt, am 9. Oktober folgt um 20 Uhr daheim die direkte Fortsetzung in der Schänzle-Sporthalle gegen den HBW Balingen Weilstetten II. „Das Spiel gegen Albstadt nehmen wir genau so an, es ist ein Derby“, unterstreicht Ralf Bader. Der HSG-Coach bewertet die ersten Ergebnisse des Gegners nicht über und sagt: „Wir lassen uns hier nichts einreden. Wir haben die Spiele analysiert und wir wissen, dass das eine Mannschaft ist, die versucht, alles aus ihren Möglichkeiten herauszuholen.“ So wird Konstanz sich mit einer vollen Halle, hoher Emotionalität, ganz viel Kampfgeist und Einsatz des Kontrahenten konfrontiert sehen und sich auf all diese Punkte einstellen müssen. In puncto Unterstützung von den Rängen wird es an gelb-blauem Support allerdings nicht fehlen. Echte Derby-Atmosphäre von beiden Seiten also.
„Albstadt ist in jedem Spiel sehr lange dran oder kommt wieder zurück“, so Bader über den kampfstarken Derbyrivalen. „Wir wollen die Fehler, die Konstanz möglicherweise macht, nutzen und leichte Tore erzielen“, gibt sich Albstadts Co-Trainer Dominik Koch auf der anderen Seite angriffslustig. Cheftrainer Andreas Wendel freut sich nach zwei schweren Auswärtsspielen auf ein „richtiges Schamkerl“ und hofft darauf, „dass die Halle voll wird und die Stimmung wieder gut sein wird, wie beim letzten Mal auch.“
Bader fordert daher von Beginn an volle Konzentration, Fokus und dieselbe Energie und Leidenschaft wie insbesondere in der Crunchtime gegen Schwäbisch Gmünd, als seine Farben ihre konditionellen und spielerischen Vorteile konsequent in Tore ummünzte. Das wird es auch in Albstadt benötigen, neben viel Kampf und Cleverness, so der 45-Jährige. Dazu gehört, sich auf den siebten Feldspieler gut einzustellen, den viele Trainer gegen die offensive und sehr gut funktionierende Deckung der Konstanzer einsetzen. Bader: „Wir wollen den Gegner mit Tempo unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen.“ Alles in dem Wissen, dass das Spiel schwierige Phasen mit erhöhtem Druck – möglicherweise sogar Rückstande – bereithalten wird. „Am Ende muss das Ergebnis stimmen“, lächelt der ehemalige Bundesligaspieler und warnt insbesondere vor der großen Erfahrung der Thomann-Zwillinge.
Die Gelb-Blauen wiederum dürfen mit der positiven Erfahrung, den Schlussakt gegen Schwäbisch Gmünd erfolgreich gesetzt und gewonnen zu haben sowie entsprechend Rückendwind und Selbstvertrauen auf die Schwächliche Alb fahren. „Die Woche war gut, wesentlich beschwingter“, blickt Bader auf eine positiv verlaufene Vorbereitung zurück. Nach dem 32:27-Erfolg gegen den Aufsteiger hofft er auf die nächsten Erfahrungswerte, die seine Mannschaft dauerhaft aus diesem harten Stück Arbeit mitnehmen wird. Allen voran, dass man in schweren Phasen die Nerven bewahrt habe. „Wir haben in den entscheidenden Momenten richtig Qualität gezeigt“, lobt er. „Das nehmen wir mit in die Zukunft. Jetzt freuen wir uns schon riesig auf die nächste Aufgabe. Weil wir viel vorhaben, das spürt man in der Mannschaft.“ Zeigen, dass man gut ist, sich verbessern, von Woche zu Woche und Spiel zu Spiel nennt Bader das. Nächster Halt: Albstadt. Derby.
Quelle: PM HSG Konstanz
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